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FÜR WERTE EINSTEHEN

Die Steuerreform des Staatsrates sieht neue Steuerabzüge und die massive Absenkung des Steuerfusses für Unternehmen von 19.86 % auf 13.72 % vor.

Diese Reform führt zu hohen Einkommenslöchern für Kanton, Gemeinden und Pfarreien: gemäss offiziellen Schätzungen zu über 74 Mio. Franken Verluste ab 2020 und zu über 163 Mio. Franken ab 2030. Reiche Aktionäre werden diese Gelder abzocken. 128 Gemeinden von 136 im Kanton werden weniger Einkommen haben.

...die sich auf dem Buckel der Bevölkerung abspielen!

Der Finanzminister, Georges Godel, hat es angekündigt: „Jeder verlorene Franken muss durch neue Einkommen oder durch Sparmassnahmen im öffentlichen Bereich ersetzt werden.” (La Gruyère, 16.02.13). Leider ist es die Wahrheit. Im Kanton Luzern, wo man die Steuern der Unternehmen auch halbierte, mussten die Schulen wegen Sparmass-nahmen eine zusätzliche Woche geschlossen werden; Outsourcing und Mangel an Pfle-gepersonal haben die Qualität der Pflege in den Spitälern beeinträchtigt. Vereine undKultur leiden ebenfalls unter Sparmaßnahmen.

In Freiburg werden die Steuersenkungen ebenfalls entsprechende Budgetkürzungen in Spitälern, Schulen, Alterspflege, Kinderbetreuung, Strassenunterhalt und im öffentli-chen Verkehr vorgenommen werden müssen. Höhere Einkommenssteuern werden sich unweigerlich auf unsere Kaufkraft auswirken. Wir sind alle betroffen!

 

Verlängerung der Öffnungszeiten, NEIN Die Verlängerung der Ladenöffnungszeit um eine Stunde am Samstag wird die kleinen Detailhändler nicht retten. Sie wird eher die grossen Detailhändler stärken, deren Umsatz durch die Verdrängung der kleinen Detailhändler ohnehin steigt.

Der Verkauf ist eine Branche mit Tieflöhnen, zerstückelten Arbeitszeiten und viel Arbeit auf Abruf. Das Sozialleben leidet entsprechend. Seit über 25 Jahren besteht seitens Arbeitgeber kein Wille für einen kantonalen Gesamtarbeitsvertrag (GAV), der diese Probleme regeln würde.